PETKIT Pura Max 2 Selbstreinigende Katzentoilette
PETKIT Pura Max 2 Selbstreinigende Katzentoilette
Unsere Testzeit mit der PETKIT Pura Max 2 war in vielerlei Hinsicht aufschlussreich – und ja, ein wenig luxuriös. Zu Beginn haben wir uns gefragt: Lohnt es sich wirklich, mehrere hundert Euro in ein automatisches Katzenklo zu investieren? Die Antwort lautet nach zwei Wochen: Ja – aber nur, wenn man bereit ist, ein paar Abstriche zu machen.
Als wir das Kartonpaket auspackten, fiel sofort das wuchtige Plastikgehäuse ins Auge. 58 × 53 × 52,5 cm messen die Außenmaße, was bedeutet, dass für das Pura Max 2 ausreichend Stellfläche eingeplant werden muss. Der Aufbau war schnell erledigt: Ein paar Klicks, die Matte mit elastischem Rand eingeklemmt, Abfallbehälter eingeschoben, Stromkabel angeschlossen – fertig. Wichtig: Das Gerät steht stabil auf dem Boden. Wir haben es nicht auf Teppich oder Matte gestellt, weil das Herstellerhandbuch ausdrücklich davon abrät. Eine glatte Fliese oder ein schicker Vinylboden sind ideal.
Griff in die Tasche – und dann?
Gleichzeitig haben wir unsere drei Katzen ins Staunen versetzt. Neugierig umrundeten sie das “Ufo” (ein Spitzname, den sich das Pura Max 2 in unserem Haushalt sofort eingefangen hat). Linda, unsere schüchterne Testkatze, war die erste, die den Sprung wagte: Mit einem Zurückzucken der Pfote inspizierte sie das Innere, schnupperte kurz und setzte sich vorwurfsvoll hin. Zwei Minuten später setzte sie sich rein. Eine derart zögerliche, junge Katze war in der Vergangenheit extrem wählerisch – hier fühlte sie sich sofort wohl. Juno, unsere energiegeladene Abenteurerin, hüpfte kurzerhand ins Klo, als wäre es eine Schaukel. Nur Mascha, unsere ältere Dame, wollte nicht wirklich überzeugt werden und weigerte sich, die High-Tech-Toilette nur anzuschauen. Sie beharrte auf ihr altes, bewährtes Keramikmodell.
Platz, Platz – und noch mehr Platz
Das Innere des Pura Max 2 bietet mit 48 cm Durchmesser und 52,5 cm Höhe ausreichend Bewegungsspielraum – sogar für sehr stattliche Main Coons oder Perser. Der 76 Liter fassende Innenraum plus ein 7 Liter großer Abfallbehälter sind ideal, wenn man mehrere Katzen hat oder mal drei volle Tage verreisen möchte. Wir haben eine Katze, bei der eine Füllung Klumpstreu gut und gerne 15 Tage reicht, ehe wir den Abfallbehälter leeren mussten. An langen Wochenenden oder bei Urlauben spart man so eine Menge Stress.
Apps, WiFi und Datenschutz
Kritisch wurde es beim Verbinden mit dem heimischen WLAN. Die PETKIT App verlangt ein 2,4 GHz-Netzwerk und zahlreiche Sonderzeichen im Passwort werden gar nicht gern gesehen – unser WPA2-Passwort mit Ausrufezeichen und Klammern wollte sie partout nicht akzeptieren. Also haben wir das Passwort kurzfristig geändert, was nicht jeder unbedingt möchte. Wenn man Datenschutzbedenken hat (die App kommt direkt aus China und sendet Daten), ist das ein Punkt zum Überlegen. In der App lassen sich Reinigungstimer einstellen, die Desodorierung starten und ein Innenlicht aktivieren. Außerdem zeichnet die App jede Benutzung auf: Gewicht der Katze, Nutzungsdauer, Häufigkeit – wer möchte, kann sich zur Vorsorge ein Katzen-Tagebuch anlegen. Honestly: Wir haben’s ausprobiert, aber nach einer Woche stellte sich heraus, dass die meisten Daten nur nett anzusehen sind – echte Frühwarnzeiten bei Krankheiten geben sie nicht her.
Luxus, der seinen Preis hat
Automatisch, zeitgesteuert oder per Knopfdruck reinigt sich das Pura Max 2 nach jeder Benutzung. Sobald unsere Katze das Innere verlässt, startet ein Infrarot- und Wärmesensor den Reinigungszyklus. Eine kugelartige Innenschale dreht sich, verteilt Klumpstreu auf dem Sieb, lässt alles Durchrieseln und befördert Exkremente über eine kleine Rutsche in den 7 Liter Abfallbehälter. Parallel aktiviert sich der Geruchs-Zerstäuber: Das N50 2.0 Deodorant neutralisiert über 98 % des Ammoniaks und verschickt einen dezenten Minzduft. Ehrlich gesagt: So ein frischer Duft in der Wohnung ist Gold wert – gerade, wenn man ohnehin schon mehrere normale Katzentoiletten im Keller stehen hat.
Doch an der Umweltbilanz nagte unser schlechtes Gewissen. Mehrfache Stromanschlüsse, ständig wechselnde Kunststoffbeutel und Streusammler-Matten bedeuten mehr Müll als beim einfachen Keramikklos. Wenn man also wirklich umweltbewusst leben möchte, ist das Pura Max 2 eher ein Kompromiss. Wer seine Komfortzone verlassen kann und nicht jede Tonne Müll scheut, wird den zeitlichen Gewinn lieben. Zu Hochzeiten unseres Alltags, wenn wir beruflich eingespannt oder auf Dienstreise waren, war die Pura Max 2 unser Lebensretter.
Sicherheit first: XSecure-System
Im Pura Max 2 steckt das XSecure-System: Wärmesensor, Infrarot-Anti-Pinch-Sensor, Gewichtssensor, Fernelektronik und ein Unfallverhütungssystem sorgen dafür, dass sich der Innenraum erst dann dreht, wenn wirklich alle Pfötchen draußen sind. Beim Testen haben wir das extra mit einem Spielzeugmaus-Dummy ausprobiert – sobald der Dummy an der Sensorzone klebte, stoppte der Zyklus sofort. Gerade wildere Katzen, die gern mal im letzten Moment wieder hineinspringen, sind so gut geschützt. Wir hatten während des gesamten Testzeitraums nie einen Vorfall, bei dem sich die Technik irrt, obwohl der Pura X in unserem Vorher-Test öfter mal die falsche Katze nicht erkannte. Beim Pura Max 2 ist das System merklich zuverlässiger.
Klumpstreu, Matten und Reinlichkeit
Bei uns kamen verschiedene Klumpstreusorten zum Einsatz: Tonstreu, Tofu-Streu und Bentonit. Alles funktionierte prima, solange man kein Kristallstreu verwendet – hierfür ist das Gerät nicht ausgelegt. Die 300D Oxford-Nylon-Matte mit ihrem elastischen Rand passt sich perfekt an den Innenrand an und hält Klumpen sauber vom Gehäuse fern. Das erspart das ewige Schaben mit der Kralle, wie man es von herkömmlichen Katzentoiletten kennt. Einziger Wermutstropfen: Nach einigen Wochen fingen die Gummi-Mattenränder an, minimal nachzulassen und mussten nachgespannt werden. Kein großer Akt, aber erwähnenswert, falls man auf Perfektion aus ist.
Für wen lohnt sich die Pura Max 2?
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Mehrkatzenhaushalte: Wenn man drei Katzen hat, die täglich mehrere Male ein Katzenklo benutzen, sind 76+7 Liter ein Geschenk des Himmels.
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Berufstätige und Vielreisende: Bis zu 15 Tage hygienisch saubere Aussichten dank großem Abfallbehälter.
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Smarte Neugierige: Wer Apps mag und Spaß daran hat, Technik auszuprobieren, bekommt hier viel Spielraum.
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Sicherheitsbewusste Katzenhalter: XSecure stoppt jeden Reinigungsversuch, sobald der Sensor eine Katze im Inneren erkennt.
Kritikpunkte
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Preis: Mehrere hundert Euro, da fragt man sich schon, ob man das Geld nicht besser in Katzenfutter investieren sollte.
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WLAN-Probleme: Nur 2,4 GHz, kein 5 GHz, Passwort-Anforderungen sind nervig.
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Umwelt: Hoher Stromverbrauch, Einmal-Müll (Beutel, Matten, Deodorant-Kapseln).
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Größe: Braucht viel Platz; nicht für kleine Wohnungen geeignet.
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Akzeptanz: Mindestens eine unserer Katzen wollte nie rein – man kann nie alle glücklich machen.
Unser Fazit
Am Ende unseres Tests haben wir das PETKIT Pura Max 2 als eine Art Luxus-Zweit- oder Drittklo in Betrieb. Für unsere drei Katzen war es zwar nicht das einzige Klo (Mascha blieb beim Keramikexemplar), aber es war zweifelsfrei das häufig genutzte. Gerade Linda und Juno hatten Freude daran, weil sie gar nicht anders konnten, als sich die neue Technik anzuschauen – und schnell verstanden, dass danach ein frischer Duft und saubere Streu warteten. Wenn man bereit ist, die rund 400 € (aktueller Straßenpreis) zu investieren und mit den kleinen Macken beim WLAN und der Datensammlung leben kann, hat man hier ein echtes Komfort-Upgrade. Sonst bleibt es zwar ein schickes Gadget, aber kein Muss. Immerhin: Die Zeitersparnis und der Geruchsvorteil sind schwer zu leugnen.
Ganz wichtig: Wer ein Katzenklo sucht, das sich jeden Tag von selbst reinigt und dabei vergleichsweise zuverlässig funktioniert, bekommt mit dem Pura Max 2 ein Gerät, das zwar kostet, aber hält, was es verspricht. Die App ist zwar nicht 100 % datenschutzfreundlich, doch rein technisch macht sie, was sie soll: sie protokolliert, reinigt, und erspart einem den morgendlichen Kampf mit der Kralle. Und wenn Linda, die sonst keine neue Technik mag, freiwillig hineinschleicht, dann weiß man: Die Pura Max 2 ist mehr als nur ein Katzenklo – sie ist ein Komfortversprechen für Mensch und Mieze.
zzt. kein Preis





